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Herbst, idealer Wasserstand. Meienreuss-Klamm,
Schweiz. Bei der wahrlich mühseligen Besichtigung
des tief eingeschnittenen Gletscherbächleins wird
schnell klar: Genusspaddeln ist das nicht. Einsteigen
könnten wir am Ortsanfang von Meien nach mehreren
unfahrbaren Stufen. Auf den ersten Metern folgen gleich
zwei weitere unfahrbare Schlitze, die trickreich aber
wenigstens im Boot über die Felsen rutschend bewältigt
werden könnten. Ein paar Stufen und so Zeugs dazwischen,
dann donnert das Wasser ungebremst in die Wand direkt
oberhalb der Brücke. Ob wir es da nach rechts schaffen,
was ist mit der rückläufigen Stufe direkt
im Anschluss, was, wenn wir weiterschwimmen? Fragezeichenmienen
spähen ins Halbdunkel. Nächster Wasserfall
unfahrbar, gnadenlos zieht die Strömung aus dem
Tumpf, ohne Halten unter die linke Wand, kein Entkommen.
Vor der Abbruchkante mitten in der Strömung aussteigen,
Boote hochseilen, buckeln. Unterhalb des nächsten
Katarakts könnte man wieder einsetzen. Brennesseln,
Schlamm, lose Felsen, Alpinstart. Ein paar weitere Stufen,
eng und verwinkelt, Baumverhaue, Klamm, glitschig, richtig
unfahrbar erst wieder am Klammausgang, wo man das nahe
Tal schon sehen kann. Eiertanz am Wurfsack, bis über
die Knie in der reißenden Strömung, Fehler
unverzeihlich und deswegen nicht erlaubt.
Nach endlosem Hin und Her, Abwägen
der Risiken und am Ende sinnleeren "Sollenwirodersollenwirnicht-Diskussionen"
haben wir es mit einem flauen Gefühl im Magen getan.
Ob es sich gelohnt hat? Naja, paddeln kann man es wohl
kaum nennen. Aber verdammt, ich habe mir fast in die
Hosen gemacht, war aufgedreht wie ein Kleinkind, und
all das wegen dieser Minirinne im Playmobilformat! Irgendwie
war es eben schon ein Highlight!

Von den anderen Highlights gibt
es übrigens sogar Bilder:
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